Lockout/Tagout-Standards
Aufgrund ihrer entscheidenden sicherheitstechnischen Bedeutung ist die Anwendung von LOTO-Verfahren in allen Rechtsordnungen, die über ein fortschrittliches Arbeitsschutzprogramm verfügen, gesetzlich vorgeschrieben.
In den Vereinigten Staaten ist der allgemeine Industriestandard für die Anwendung von LOTO-Verfahren 29 CFR 1910.147 – Kontrolle gefährlicher Energien (Sperren/Kennzeichnen). Die OSHA unterhält jedoch auch weitere LOTO-Standards für Situationen, die nicht von 1910.147 abgedeckt werden.
Neben der gesetzlichen Verpflichtung zur Anwendung von LOTO-Verfahren legt die OSHA auch großen Wert auf deren Durchsetzung. Im Geschäftsjahr 2019/2020 waren LOTO-bezogene Bußgelder die sechsthäufigste von der OSHA verhängte Strafe, und sie gehören jedes Jahr zu den zehn am häufigsten geahndeten Sicherheitsverstößen.
Grundlagen der Sperrung/Kennzeichnung
Die LOTO-Verfahren müssen folgende Grundregeln einhalten:
Entwickeln Sie ein einheitliches, standardisiertes LOTO-Programm, in dessen Einhaltung alle Mitarbeiter geschult werden.
Um den Zugang zu (oder die Aktivierung von) unter Spannung stehenden Geräten zu verhindern, sind Schlösser zu verwenden. Die Verwendung von Kennzeichnungsetiketten ist nur dann zulässig, wenn die Kennzeichnungsverfahren so streng sind, dass sie den gleichen Schutz bieten wie eine Verriegelung.
Stellen Sie sicher, dass neue und modifizierte Geräte gesperrt werden können.
Es muss eine Möglichkeit geschaffen werden, jeden Vorgang des Anbringens oder Entfernens eines Schlosses/Etiketts an einem Gerät zu protokollieren. Dies umfasst die Protokollierung, wer das Schloss/Etikett angebracht und wer es entfernt hat.
Legen Sie Richtlinien fest, wer Schlösser/Schilder anbringen und entfernen darf. In vielen Fällen darf ein Schloss/Schild nur von der Person entfernt werden, die es angebracht hat.
Die LOTO-Verfahren sollten jährlich überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie zufriedenstellend funktionieren.
Veröffentlichungsdatum: 13. August 2022

