Photovoltaik-Kraftwerk LOTO
Sicherheit beginnt mit angemessener Planung und Vorbereitung. Um Unfälle oder Verletzungen zu vermeiden, muss eine wirksame Sicherheitsrichtlinie vorhanden sein, und die Mitarbeiter des Werks sowie die Auftragnehmer müssen mit den folgenden Sicherheitsverfahren vertraut sein und diese strikt befolgen.
Wichtige Sicherheitsanforderungen beim Betrieb einer Photovoltaikanlage sind die korrekte Anwendung des Lockout/Tagout-Verfahrens (LOTO), die korrekte Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA), das sichere Trennen von unter Spannung stehenden Stromkreisen sowie die sorgfältige Beachtung und Einhaltung aller Schilder und Warnhinweise in Bezug auf die Photovoltaikanlage.
Das Lockout/Tagout-Verfahren dient dazu, sicherzustellen, dass das Anlagenpersonal diese Sicherheitsvorkehrungen strikt einhält – die Stromzufuhr muss vor jeder Systemwartung unterbrochen werden. Entsprechende Bestimmungen für Lockout/Tagout finden sich in 29 CFR 1910.147.
Wenn die Anlage repariert und die Schutzvorrichtung entfernt wird, muss das Betriebs- und Wartungspersonal einen bestimmten Körperteil, der mit dem Betriebsteil der Maschine in Berührung kommt, sperren/kennzeichnen, bevor es den Gefahrenbereich betritt, während die Maschine in Betrieb ist.
Schritte für die Sperrung/Kennzeichnung:
• Benachrichtigen Sie andere Personen darüber, dass das Gerät ausgeschaltet wird;
• Führen Sie eine kontrollierte Abschaltung durch, um die Anlage abzuschalten;
• Schalten Sie alle Energieisolierungsgeräte ein, die mit spezifischen Sperr- und Kennzeichnungsverfahren gekennzeichnet sind;
• Alle Energietrennschalter verriegeln und alle verriegelten Energietrennschalter einhängen;
• Freisetzung gespeicherter oder überschüssiger Energie;
• Vergewissern Sie sich, dass das Gerät vollständig ausgeschaltet ist, indem Sie versuchen, das Gerät einzuschalten;
• Überprüfen Sie mittels Voltmeter, ob das Gerät vollständig ausgeschaltet ist.
Korrekte Kennzeichnungsetiketten für das Lockout/Tagout-Programm umfassen:
• Name, Datum und Ort der Person, die das Lockout/Tagout-Programm eingerichtet hat;
• Detaillierte Informationen zu den spezifischen Abschaltvorgaben des Geräts;
• Liste aller Energie- und Trenneinheiten;
• Die Beschriftungen geben Auskunft über Art und Umfang der im Gerät gespeicherten potenziellen oder Restenergie.

Während der Wartung darf das Gerät nur von der Person verriegelt und entriegelt werden, die es verriegelt hat. Verriegelungsvorrichtungen, wie z. B. Vorhängeschlösser, müssen den entsprechenden Lockout/Tagout-Verfahren entsprechen. Bevor das Gerät wieder in Betrieb genommen wird, müssen die Sicherheitsprotokolle eingehalten und andere Personen über die bevorstehende Inbetriebnahme informiert werden.
Das Betriebspersonal muss die für die jeweilige Tätigkeit erforderliche persönliche Schutzausrüstung (PSA) kennen und diese bei der Ausführung der Arbeiten tragen. Zur PSA gehören unter anderem Absturzsicherungen, Schutz gegen Störlichtbögen, feuerfeste Kleidung, hitzebeständige Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Schutzbrillen. Die PSA dient dazu, die Exposition des Betriebspersonals gegenüber der Photovoltaikanlage im Freien zu minimieren. Angesichts der potenziellen Gefahren von Photovoltaikanlagen ist die Auswahl geeigneter PSA entscheidend für die sichere Durchführung der Arbeiten. Alle Mitarbeiter in Kraftwerken müssen in der Gefahrenerkennung und der Auswahl geeigneter PSA geschult sein, um diese Gefahren zu beseitigen oder zu reduzieren.

Veröffentlichungsdatum: 26. Juni 2021
