Am 2. November 2020 brach in der Industriezone Tieshan Port (Linhai) der Stadt Beihai im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität ein Brand in der Anlage der Sinopec Beihai LIQUEFIED Natural Gas Co., LTD. (im Folgenden: Beihai LNG Company) aus, während gleichzeitig ölreiche und ölarme Flüssigkeiten der zweiten Projektphase verladen wurden. Bis zum 2. Dezember forderte der Unfall sieben Todesopfer, zwei Schwerverletzte und verursachte einen direkten wirtschaftlichen Schaden von 20,293 Millionen Yuan.
Nach der Untersuchung wurde festgestellt, dass die unmittelbare Unfallursache darin bestand, dass während der Durchführung der zweiten Projektphase das Absperrventil geöffnet wurde und LNG aus dem Niederdruck-Außenverteiler aus der abgeschnittenen Rohrmündung austrat. Das LNG-Luft-Gemisch entzündete sich, sobald die Zündenergie ausreichte. Zu den indirekten Unfallursachen zählen unter anderem unsachgemäße Bedienung des Absperrventils, Nichteinhaltung der Prüf- und Freigabeverfahren sowie der Betriebsanweisungen durch den Instrumententechniker, unzureichende Überprüfung der Heißarbeitsbedingungen, mangelndes Sicherheitsbewusstsein und unzureichende Sicherheitskontrolle, die unzureichende Umsetzung der Verantwortung für sicheres Produktionsmanagement durch die Vergabe von Aufträgen an Kleinunternehmer sowie das unzureichende Management der Auftragnehmer.
Im Hinblick auf den Unfallbericht führten HSE-Experten des Sicherheitsbüros des Petrochemischen Verbandes eine Online-Diskussion durch und kamen zu folgenden Schlussfolgerungen:
1) Der Unfall ereignete sich, weil die gefährlichen Energiequellen nicht wirksam isoliert waren. Es gab Logikprobleme im Notabschaltsystem des ESD-Systems im SIS-System, und die Blindplattenpumpe funktionierte nicht. Wichtiger noch: Man sollte dem System nicht blind vertrauen, denn jedes System kann versagen.LOTOTO (kalibrieren/sperren/testen)Wo möglich, ist eine physische Verbindung zu nutzen. Bestätigung und Genehmigung erfolgen gemäß der Befugnis und Verantwortung des Managementpersonals auf allen Ebenen.
2) Es gibt kein wirksames Genehmigungsverfahren für die Durchführung gefährlicher Arbeiten, und vor Arbeitsbeginn wird keine Gefährdungsbeurteilung (JSA) durchgeführt. Gemäß den strengen Prüf- und Genehmigungsverfahren für gefährliche Tätigkeiten müssen Antragsteller und Vorgesetzte die Gefährdungsbeurteilung vor Arbeitsbeginn strikt durchführen, und die Genehmigung muss vor Ort zur Bestätigung erfolgen.
3) Der Unfalluntersuchungsbericht wirkt sehr sorgfältig, selbst die einzelnen Punkte und Protokolle sind klar dokumentiert: Um 11:20 Uhr waren die Schneidarbeiten an der Seite nahe dem Tank abgeschlossen, und warum wurde um 11:40 Uhr die Meldung zur Instrumentenverriegelung angefordert? Zweitens: Bei diesem Ventil handelt es sich vermutlich um ein Niedrigstand-Absperrventil. Wann und wie wurde es geschlossen? Viele verstehen nicht, warum das Ventil geschlossen wurde und der Ingenieur aufgefordert wurde, es erneut zu schließen. Es gibt viele Fragen zu Details, aber keinen roten Faden. Es ist schwer verständlich.

Veröffentlichungsdatum: 30. Oktober 2021
