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Einfachheit bewahren – Lockout/Tagout-Verfahren

Die Anwendung dieser Techniken kann den Unterschied zwischen sicheren routinemäßigen Wartungsarbeiten und schweren Verletzungen ausmachen.

Wenn Sie Ihr Auto schon einmal zum Ölwechsel in die Werkstatt gebracht haben, bittet Sie der Mechaniker als Erstes, den Zündschlüssel abzuziehen und auf das Armaturenbrett zu legen. Es reicht nicht, nur sicherzustellen, dass der Motor nicht läuft – bevor sich jemand der Ölwanne nähert, muss absolut ausgeschlossen sein, dass der Motor anspringt. Indem er das Auto außer Betrieb setzt, schützt er sich – und Sie –, indem er menschliches Versagen ausschließt.

Das gleiche Prinzip gilt für Maschinen auf der Baustelle, egal ob es sich um eine Klimaanlage oder Produktionsanlagen handelt. Laut OSHA (Occupational Safety and Health Administration) sind die Lockout/Tagout-Vereinbarungen (LOTO) „die spezifischen Praktiken und Verfahren zum Schutz von Mitarbeitern vor versehentlichem Einschalten oder Aktivieren von Maschinen und Anlagen oder der Freisetzung gefährlicher Energie während Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten“. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über Lockout/Tagout-Verfahren und bewährte Methoden, um sicherzustellen, dass diese auf allen Ebenen des Unternehmens ernst genommen werden.

Arbeitssicherheit hat stets höchste Priorität. Man geht davon aus, dass Maschinenbediener und alle Personen in der Nähe im normalen Arbeitsalltag über die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und Schulungen verfügen. Doch wie verhält es sich bei unkonventionellen Tätigkeiten, beispielsweise bei Reparaturen? Wir alle kennen Horrorgeschichten wie diese: Ein Arbeiter griff in eine Maschine, um eine Verstopfung zu lösen, oder betrat einen Industrieofen, um Einstellungen vorzunehmen, während ein ahnungsloser Kollege den Strom einschaltete. Das LOTO-Programm (Lockout/Tagout) soll solche Katastrophen verhindern.

Der LOTO-Plan dient der Kontrolle gefährlicher Energien. Dazu gehört natürlich Elektrizität, aber auch alles, was Menschen schaden könnte, wie Luft, Hitze, Wasser, Chemikalien, Hydrauliksysteme usw. Im Normalbetrieb sind die meisten Maschinen mit Schutzvorrichtungen ausgestattet, um den Bediener zu schützen, beispielsweise mit Handschutz an Industriesägen. Bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten kann es jedoch erforderlich sein, diese Schutzmaßnahmen zu entfernen oder zu deaktivieren. Daher ist es unerlässlich, gefährliche Energien vorher zu kontrollieren und abzuleiten.
     


Veröffentlichungsdatum: 24. Juli 2021