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Absperren, Kennzeichnen und Kontrollieren gefährlicher Energien in der Werkstatt

Die OSHA weist Wartungspersonal an, gefährliche Energiequellen zu sichern, zu kennzeichnen und zu kontrollieren. Manche wissen nicht, wie das zu tun ist, da jede Maschine anders ist. Getty Images

Unter den Personen, die irgendeine Art von Industrieanlagen benutzen,Sperren/Kennzeichnen (LOTO)Das ist nichts Neues. Solange die Stromversorgung nicht unterbrochen ist, wagt es niemand, Wartungsarbeiten durchzuführen oder Reparaturen an der Maschine oder Anlage zu versuchen. Das ist einfach eine Frage des gesunden Menschenverstands und der Arbeitsschutzbestimmungen (OSHA).

Vor Wartungs- oder Reparaturarbeiten lässt sich die Maschine einfach vom Stromnetz trennen – üblicherweise durch Ausschalten des Sicherungsautomaten – und die Tür des Sicherungskastens verriegeln. Auch das Anbringen eines Namensschildes für die Wartungstechniker ist unkompliziert.

Lässt sich die Stromzufuhr nicht sperren, kann nur das Etikett verwendet werden. In beiden Fällen, ob mit oder ohne Sperre, signalisiert das Etikett, dass Wartungsarbeiten durchgeführt werden und das Gerät nicht mit Strom versorgt wird.

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Doch das ist noch nicht das Ende der Lotterie. Das übergeordnete Ziel ist nicht einfach nur die Abschaltung der Stromquelle. Es geht darum, jegliche gefährliche Energie zu verbrauchen oder freizusetzen – im Sinne der OSHA-Vorschriften: gefährliche Energie zu kontrollieren.

Eine gewöhnliche Säge verdeutlicht zwei vorübergehende Gefahren. Nach dem Ausschalten der Säge läuft das Sägeblatt noch einige Sekunden nach und stoppt erst, wenn die im Motor gespeicherte Energie verbraucht ist. Das Sägeblatt bleibt einige Minuten heiß, bis die Wärme abgeleitet ist.

Ähnlich wie Sägen mechanische und thermische Energie speichern, kann auch der Betrieb von Industriemaschinen (elektrisch, hydraulisch und pneumatisch) Energie über einen langen Zeitraum speichern. Abhängig von der Dichtigkeit des Hydraulik- oder Pneumatiksystems bzw. der Kapazität des Stromkreises kann Energie erstaunlich lange gespeichert werden.

Diverse Industriemaschinen benötigen viel Energie. Der typische Stahl AISI 1010 hält Biegekräften von bis zu 45.000 PSI stand, daher müssen Maschinen wie Abkantpressen, Stanzmaschinen und Rohrbiegemaschinen Kräfte im Tonnenbereich übertragen. Selbst wenn der Stromkreis des Hydrauliksystems unterbrochen ist, kann die Hydraulik immer noch 45.000 PSI liefern. Bei Maschinen mit Formen oder Klingen reicht dies aus, um Gliedmaßen zu zerquetschen oder abzutrennen.

Ein geschlossener Hubsteiger mit einem in der Luft befindlichen Korb ist genauso gefährlich wie ein offener. Öffnet man das falsche Ventil, übernimmt die Schwerkraft die Kontrolle. Ähnlich verhält es sich mit pneumatischen Systemen: Sie können auch im abgeschalteten Zustand viel Energie speichern. Eine mittelgroße Rohrbiegemaschine kann bis zu 150 Ampere Strom aufnehmen. Schon 0,040 Ampere können zum Herzstillstand führen.

Die sichere Freisetzung oder der Verbrauch von Energie ist ein entscheidender Schritt nach dem Abschalten der Stromzufuhr und der Durchführung der LOTO-Maßnahmen. Die sichere Freisetzung oder der Verbrauch gefährlicher Energie erfordert ein Verständnis der Systemprinzipien und der Details der zu wartenden oder zu reparierenden Maschine.

Es gibt zwei Arten von Hydrauliksystemen: offene und geschlossene. In industriellen Umgebungen werden häufig Zahnrad-, Flügelzellen- und Kolbenpumpen eingesetzt. Der Zylinder des Werkzeugs kann einfach- oder doppeltwirkend sein. Hydrauliksysteme können mit drei verschiedenen Ventiltypen ausgestattet sein: Wegeventilen, Durchflussventilen und Druckventilen. Jeder dieser Typen existiert in verschiedenen Ausführungen. Da viele Aspekte zu beachten sind, ist ein umfassendes Verständnis der einzelnen Komponenten unerlässlich, um energiebedingte Risiken zu minimieren.

Jay Robinson, Inhaber und Präsident von RbSA Industrial, erklärte: „Der Hydraulikzylinder kann über ein Absperrventil mit vollem Durchgang angesteuert werden.“ „Das Magnetventil öffnet das Ventil. Im Betrieb fließt die Hydraulikflüssigkeit mit hohem Druck zur Anlage und mit niedrigem Druck zum Tank“, sagte er. „Erzeugt das System 2.000 PSI und wird die Stromzufuhr unterbrochen, fährt das Magnetventil in die Mittelstellung und blockiert alle Anschlüsse. Öl kann nicht mehr fließen und die Maschine stoppt. Das System kann jedoch auf jeder Seite des Ventils einen Druck von bis zu 1.000 PSI aufweisen.“


Veröffentlichungsdatum: 04.09.2021