Lockout/Tagout-Fallstudie – Vorfall mit einem Roboterarm, der ums Leben kam
Roboterarme finden breite Anwendung in der Automobilzulieferindustrie. Sie sind üblicherweise in Gehäusen untergebracht. Die hängenden Teile werden mithilfe von Drehtischen innerhalb der Produktionsstätte von einem Ort zum anderen transportiert, während sie von den Roboterarmen geschmiert und bewegt werden.
Bei Bedarf können Mitarbeiter über eine elektrisch verriegelte Tür in den Käfig gelangen und so den Roboterarm erreichen. Beim Öffnen der Tür werden die verschiedenen Energiequellen, die den Roboterarm, den Drehtisch und die zugehörigen Maschinen mit Strom versorgen, zwar abgeschaltet, aber nicht eingeschaltet oder verriegelt.
Wenn der Roboterarm aktiviert wird, kann ein Mitarbeiter im Arbeitsraum vom Arm oder anderen Maschinenteilen getroffen und schwer verletzt werden. Verletzungen ereignen sich, wenn ein Mitarbeiter den Arbeitsraum betritt, ohne die Anlage – wie vom Arbeitgeber – abzuschalten oder zu sperren. Der Mitarbeiter versucht, den Roboterarm zu entriegeln. Dabei stolpert er über die Lichtschranke, wodurch sich der Arm dreht. Der Mitarbeiter wird vom Roboterarm am Arm getroffen und mit Öl bespritzt.
DerSperren/KennzeichnenDieses Verfahren ist notwendig, da sich der Roboterarm nicht mehr bewegen kann, sobald die Tür geöffnet ist. Außerdem wird der Wartungsarbeiter im Käfig durch das Schließen der Verriegelungstür vor der Aktivierung der Maschine rechtzeitig gewarnt, um Verletzungen zu vermeiden.

Veröffentlichungsdatum: 04.12.2021
