LOTO-Konformität
Wenn Mitarbeiter Maschinen warten oder instand halten, bei denen ein unerwartetes Anlaufen, Einschalten oder die Freisetzung gespeicherter Energie zu Verletzungen führen kann, gilt die OSHA-Norm, es sei denn, ein gleichwertiges Schutzniveau kann nachgewiesen werden. Ein gleichwertiges Schutzniveau kann in manchen Fällen durch Standardarbeitsanweisungen (SOPs) und kundenspezifische Maschinenschutzlösungen erreicht werden, die in Kombination die Maschinensteuerung so gestalten, dass der Arbeiter bei bestimmten Aufgaben geschützt ist. [Quelle benötigt] Die Norm gilt für alle Energiequellen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf mechanische, elektrische, hydraulische, pneumatische, chemische und thermische Energie.
Die Norm deckt keine elektrischen Gefahren ab, die bei Arbeiten an, in der Nähe von oder mit Leitern oder Geräten in elektrischen Anlagen (Gebäudeinstallationen) entstehen; diese sind in 29 CFR Part 1910 Subpart S [6] beschrieben. Die spezifischen Sperr- und Kennzeichnungsvorschriften für elektrische Schlag- und Verbrennungsgefahren finden sich in 29 CFR Part 1910.333. Die Kontrolle gefährlicher Energie in Anlagen, die ausschließlich der Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung dienen, einschließlich zugehöriger Kommunikations- oder Messeinrichtungen, ist in 29 CFR 1910.269 geregelt.
Die Norm gilt außerdem nicht für die Landwirtschaft, das Baugewerbe, die Schifffahrt sowie für die Öl- und Gasförderung und -wartung. In vielen dieser Branchen und Situationen finden jedoch andere Normen zur Kontrolle gefährlicher Energien Anwendung.
Ausnahmen
Die Norm gilt nicht für allgemeine Service- und Wartungsarbeiten in der Industrie in folgenden Situationen:
Die Gefährdung durch Energie wird vollständig ausgeschlossen, indem das Gerät vom Stromnetz getrennt wird und der Mitarbeiter, der die Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten durchführt, die alleinige Kontrolle über den Stecker hat. Dies gilt nur, wenn Elektrizität die einzige Form gefährlicher Energie ist, der Mitarbeiter ausgesetzt sein können. Diese Ausnahme umfasst viele tragbare Handwerkzeuge sowie einige Maschinen und Geräte mit Kabel- und Steckeranschluss.
Ein Mitarbeiter führt Heißanschlussarbeiten an unter Druck stehenden Rohrleitungen durch, die Gas, Dampf, Wasser oder Erdölprodukte verteilen. Der Arbeitgeber weist hierfür Folgendes nach:
Die Kontinuität des Dienstes ist unerlässlich;
Eine Abschaltung des Systems ist unpraktisch;
Der Mitarbeiter befolgt dokumentierte Verfahren und verwendet spezielle Ausrüstung, die einen nachweislich wirksamen Schutz des Mitarbeiters gewährleistet.
Der Mitarbeiter führt kleinere Werkzeugwechsel oder andere einfache Wartungsarbeiten durch, die routinemäßig, wiederkehrend und integraler Bestandteil der Produktion sind und während des normalen Produktionsablaufs anfallen. In diesen Fällen muss der Mitarbeiter über einen wirksamen alternativen Schutz verfügen.

Veröffentlichungsdatum: 06.07.2022
