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Mark Supervisor bei Lockout/Tagout-Schulung

Lockout/Tagout (LOTO) ist ein gutes Beispiel für traditionelle Arbeitsschutzmaßnahmen: Gefahren identifizieren, Verfahren entwickeln und Mitarbeiter in deren Einhaltung schulen, um Gefahren zu vermeiden. Dies ist eine saubere und bewährte Lösung. Es gibt jedoch ein Problem: Sie ist nur dann wirksam, wenn sich alle Mitarbeiter strikt an die Verfahren halten. Selbst das ausgefeilteste und präziseste Programm wird aus verschiedenen Gründen nicht immer befolgt. In seltenen Fällen werden LOTO-Programme bewusst ignoriert. Häufiger werden die Regeln jedoch unabsichtlich gebrochen. Mitarbeiter vergessen sie vorübergehend, weil sie müde, nachlässig oder in Eile sind.

Die Regeln für die Sperrung und Kennzeichnung von Anlagen sind nicht neu, und die Standards für den Umgang mit gefährlicher Energie sind über lange Zeit weitgehend unverändert geblieben. Doch in den letzten zwei Jahrzehnten – solange ich in der Sicherheitsbranche tätig bin – zählt dieses Thema zu den zehn am häufigsten von der OSHA (Occupational Safety and Health Administration) geahndeten Verstößen. Daher sollte neben der Einhaltung der Verfahren durch die Mitarbeiter auch deren Verhalten im Prozessablauf berücksichtigt werden. Die Regeln für die Sperrung und Kennzeichnung sind angemessen, und es besteht kein Grund, das Rad neu zu erfinden. Dennoch besteht Handlungsbedarf. Ich bin der Ansicht, dass die Aufsichtsbehörden eine Schlüsselrolle für ein zuverlässiges Management der Sperrung und Kennzeichnung spielen.

Es wäre ideal, wenn jeder Sicherheitsexperte Verfahren, Schulungspläne und Systeme entwickeln könnte, die alle individuellen Kombinationen von Ausrüstung, Personal, menschlichen Faktoren und Situationen berücksichtigen, die an einem beliebigen Tag auftreten, ohne dass dafür das gesamte Werk dauerhaft abgeriegelt werden muss. Sofern man jedoch nicht mehr als zehn Stunden pro Tag investieren kann, ist dies keine realistische Option.

Im Gegenteil, Sicherheitsmanager müssen ihre Standardpläne durch dynamische Unterstützung vor Ort ergänzen, um die unvermeidlichen Lücken in der Variabilität zu schließen – das heißt, sie müssen Vorgesetzte ermächtigen, sich mit LOTO-Problemen auseinanderzusetzen, die sich am Rande ausbreiten.
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Veröffentlichungsdatum: 21. August 2021