Mechanische Beschädigung
I. Der Unfallhergang
Am 5. Mai 2017 nahm eine Hydrocrackanlage regulär den Betrieb mit der Pumpe P-1106/B auf, die intermittierend Flüssiggas extern förderte. Während des Anfahrvorgangs wurde eine Leckage an der Pumpendichtung festgestellt (Einlassdruck 0,8 MPa, Auslassdruck 1,6 MPa, Mediumtemperatur 40 °C). Schichtleiter Guan veranlasste umgehend das Personal, die Pumpe abzuschalten, die Ein- und Auslassventile zu schließen und den Druck in der Brennerleitung zu reduzieren. Anschließend wurde Stickstoff ausgetauscht. Da die Dichtungen noch nicht eingetroffen waren, plante die Werkstatt die Wartung für den 6. Mai. Um 8:00 Uhr am 6. Mai benachrichtigte die Hydrierungswerkstatt 1 die Instandhaltungswerkstatt der Bau- und Reparaturfirma, die Dichtung der Pumpe P-1106/B auszutauschen. Die Instandhaltungswerkstatt stellte daraufhin sechs Mitarbeiter, darunter einen Gruppenleiter, für die Wartung und den Austausch ab. Um 9:10 Uhr wurde in der Werkstatt für die Hydrierung eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt. Nach dem Öffnen der Rohrleitungen und der Ausrüstung sowie der Arbeitserlaubnis führte der Schichtleiter der Hydrierungswerkstatt eine Vor-Ort-Inspektion durch. Dabei öffnete er das Einlass-Spülventil der Pumpe und überprüfte Auslassventil und Manometer gemeinsam mit dem zuständigen Personal. Das Spülventil war geschlossen, ohne dass Material austrat. Der Druck am Pumpenausgangsmanometer zeigte „0“ an. Der Betrieb sollte nach der Bestätigung durch beide Parteien vor Ort aufgenommen werden. Um 9:40 Uhr, als das Wartungspersonal alle Schrauben des Pumpendeckels entfernte, schoss das Pumpengehäuse plötzlich aus dem Spiralgehäuse. Der Bediener, der die Pumpengehäusekupplung mit der Hand hielt, stieß mit dem linken Arm gegen die Motorkupplung und verletzte sich dabei am linken Unterarm.
2. Ursachenanalyse
(1) Direkte Ursache: Beim Ausbau der Pumpe entsteht im Pumpengehäuse ein Stickstoffrestdruck, der dazu führt, dass der Pumpenkörper aus dem Pumpengehäuse herausgedrückt wird und Verletzungen verursacht.
(2) Indirekte Ursache: Am 5. Mai organisierte der Schichtleiter die Wartung der Pumpe P1106/B, schloss die Ein- und Auslassventile, entlastete den Brenner und führte einen Stickstoffaustausch durch. Am 6. Mai wurde das Auslassventil am Pumpeneinlass vor dem Betrieb zur Druckentlastung geöffnet. Nachdem sichergestellt war, dass kein Gas austrat, zeigte das Manometer null an, woraus fälschlicherweise geschlossen wurde, dass sich kein Medium mehr in der Pumpe befand. Tatsächlich wies der Pumpenspeicher aufgrund der unzureichenden Öffnungsposition des Auslassventils einen Restdruck auf. Der Messbereich des Manometers beträgt 4,0 MPa und erfüllt somit die Anforderungen. Bei niedrigem Pumpendruck kann der Restdruck aufgrund der Ungenauigkeit des Manometers jedoch nicht angezeigt werden.
3. Erfahrungen und Lehren
(1) Jeder Vorgang muss ordnungsgemäß durchgeführt werden, einschließlich Entsorgung, Energieisolierung,Lockout-TagoutGleichzeitig ist eine gute Umsetzung und Bestätigung der Maßnahmen erforderlich, um die Sicherheit und Kontrolle des gesamten Betriebsprozesses zu gewährleisten.
(2) Das Sicherheitsmanagement bei Inspektions- und Wartungsarbeiten ist zu stärken, die Fähigkeit zur Risikoerkennung zu verbessern und Präventionsmaßnahmen sind wirksam durchzuführen. Vor Beginn der Arbeiten ist eine Sicherheitsanalyse durchzuführen. Inspektionen und Wartungsarbeiten an Anlagen, insbesondere Öffnungsarbeiten an Rohrleitungen und Anlagen, müssen gründlich mit Spülung, Verdrängung, Druckentlastung und Entleerung durchgeführt werden, um eine effektive Isolierung, Entleerung und Entleerung zu gewährleisten.

Veröffentlichungsdatum: 12. November 2021
