Petrochemische Unternehmen Lockout Tagout
In den Produktionsanlagen petrochemischer Betriebe können gefährliche Stoffe und Energieformen (wie elektrische, Druck- und mechanische Energie) unbeabsichtigt freigesetzt werden. Wird die Energieisolierung bei Inspektions- und Wartungsarbeiten sowie beim An- und Abfahren der Anlagen nicht ordnungsgemäß durchgeführt, kann es durch die unbeabsichtigte Freisetzung gefährlicher Stoffe und Energieformen zu Unfällen kommen.
In der Olefinabteilung eines bestimmten Unternehmens ereignete sich am 29. Mai ein Explosionsunfall. Das Zufuhrventil des Crackofens Nr. 7 war vollständig geöffnet. Das für die Zufuhr zuständige Personal war gerade dabei, die Blindflanschplatte zu drehen. Da der Austausch der Blindflanschplatte noch nicht abgeschlossen war, öffnete der Bediener das Einlassventil. Der Leichtbenzin-Zulauf erreichte einen Druck von 1,3 MPa, und der Flansch war noch nicht geschlossen. Eine große Menge gasförmiges Öl und Gas entzündete sich im Ofen oder es kam zu einer Stichflammenexplosion an der Hochtemperatur-Wärmequelle, die einen Brand verursachte. Dabei gab es einen Toten, fünf Schwerverletzte und acht Leichtverletzte.
Bei diesem Unfall gab es keine wirksame Absperrung für gefährliche Stoffe beim Starten und Stoppen des Geräts.
Brand- und Explosionsunfall einer Butadienkautschukanlage in einem Unternehmen am 15. März
Ein Mitarbeiter eines petrochemischen Unternehmens, der sich in seiner Freizeit befand, riskierte es, den mit dem Ventil verbundenen Instrumentenflansch zu trennen, um einen Stopfen zu reinigen, ohne das Ventil des Gasphasendruckpunkts des Flüssigkeitsstandmessers im Ferntransfer-Flüssigkeitsmessturm vollständig zu schließen. Dies führte zu einem massiven Materialaustritt im Turm, wobei sich das austretende Material rasch ausbreitete und ein explosives Gas bildete. Ein Flashover ereignete sich, nachdem die nicht explosionsgeschützte Klimaanlage an der Nordwand des Umspannwerks südlich des Verflüssigers hing. Dies verursachte eine Explosion und einen Brand in der Nähe des Abwasserbeckens und des Pumpenraums westlich des Alkali-Waschturms. Dabei kam eine Person ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. ✍ Bei diesem Unfall wurden gefährliche Stoffe und Energie in der Anlagenleitung nicht wirksam identifiziert, isoliert und kontrolliert. Der Betrieb war daher illegal und riskant.

Veröffentlichungsdatum: 06.11.2021
